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Tools 1: Fragen
MenschLicht-Newsletter vom 05.04.2006
Hallo lieber Leser,
ich habe schon eine ganze Weile im Kopf einige kleine und effektive Tools vorzustellen, die schnell einen Unterschied machen können für Dich. Ich beginne heute mit einem sehr effektiven Tool:
Die richtige Frage stellen!
Die richtige Frage zu stellen ist essentiell wichtig. Wenn ich einer Situation im Leben begegne, dann wird meine Reaktion davon abhängig sein, was ich damit assoziiere oder denke. Daher ist die richtige Fragestellung wichtig, denn Sie gewichtet irre prägnant meine Antwort auf die Anfrage durch die aktuelle Situation.
Sehr unproduktiv z.B. ist Aussagen zu untermauern, für die es keinen Halt gibt. Dazu gehören gern
- Ich schaffe das nie.
- Ich kann das nicht.
- Ich bin zu dumm.
- Ich bin zu schüchtern.
- Kurz: (Ansichten oder Dinge) (sind irgendwie)
Oder der All-Time-Favorit:
- Warum passiert immer mir so was?
In Beziehungen auch gern:
- Er / Sie / es macht das nur, um mir mich zu ärgern.
Statt dem Ego Argumentationshilfe zu liefern, ist es doch deutlich effektiver, wenn ich mir eine offene Frage stelle, die eben nicht nur mit Ja und Nein beantwortet werden kann. - Was kann ich tun, um dieses Problem zu lösen?
Finde ich darauf eine reale Antwort und handele danach, wird aus dieser sinnvollen Frage eine klar definierte Aufgabe und zudem wird bei der Umsetzung die Zufriedenheit automatisch hoch gehen. Noch mehr Zufriedenheit bringt diese Frage: - Was kann ich tun, um dies zu lösen und Spaß dabei zu haben?
Diese Frage wird eine noch deutlich bessere Hervorgehensweise überhaupt in Betracht ziehen. Und obwohl es nur ganz einfache und simple Fragen sind, die nach nicht viel aussehen, haben Sie eine irre starke Wirkung, wenn ich mich wirklich dran setze und Sie beantworte. Denn viele unserer Weltannahmen, Sätze wie "Ich bin...", "Die sind...", "Das Leben ist..." sind zumeist tiefe Glaubenssätze, die unsere Realität zutiefst beschreiben. Und Sie definieren genauso die Realität absolut, so dass es keine Chance gibt, eine andere Realität zu erfahren.
Ein Beispiel: Ich habe schon immer gern ein Problem mit der Zeit gehabt. "Schwierig Ihrer Herr zu werden" oder "Ich komme mit Zeit einfach nicht zurecht" dachte ich immer und so war mein Umgang mit Zeit natürlich davon definiert auch wirklich ein Problem mit Zeit zu haben. Bei jedem Problem darf man auch berechtigt Fragen "Was tust Du dafür real ein Problem zu haben?"
Gibt spannende Antworten. Probier mal aus! Die einfache Frage "Wie kann ich dieses Problem lösen?" bringt mich dagegen zu der Beobachtung, dass ich gern dazu neige gedanklich Zeit mehrfach mit Möglichkeiten zu verplanen, was sich in der gleichzeitigen Zeit als Problem herausstellt, denn ich kann nicht gleichzeitig ins Kino gehen UND zum Italiener eine Pizza essen, was darin resultiert, dass ich auf dem Weg zum Kino gehetzt eine Pizza herunter schlinge. Zeit doppelt verplant resultiert in Zeitverlust.
Die grundlegenden Glaubenssätze sind wie eine Linse vor dem eigenen Auge.
Je nach Grundsatz sehe ich die Welt z.B. als zeitlich zu knapp, als schlecht oder eben als gut an. Und KEINE Veränderung in der betrachteten Realität wird diesen Grundsatz je ändern können oder ihn wirklich erreichen. Denn das ist schon die Auswirkungsebene. Stell Dir vor Du hältst eine blaue Linse vor eine Kamera. Hinter der Linse, wird man nur sehr wenig tun können, um dieses blau auszugleichen. Ebenso ist es mit Glaubenssätzen. Sie definieren, das Bild vom Leben, das Du erfährst wie eine blaue Linse. Oder die vielgesagte "rosarote Brille", wenn man verliebt ist. Die Dinge sind dann einfach so. Daher schaue sehr genau hin, wenn Dir Dinge begegnen, die nun mal so sind. Du hast vielleicht die Chance eine grundlegende hemmende Interpretation der Wirklichkeit loszuwerden und in eine Quelle von Lebensfreude zu verwandeln.
Die Betrachtungsweise erschafft Deine Welt. Jeden Tag, jeden Minute, jeden Moment.
Use it!
Liebevollen Gruß,
Sandro
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